Schmerzen im Bereich des Kiefergelenks und der Kaumuskulatur können unterschiedliche Ursachen haben. Häufig werden entsprechende Beschwerden unter dem Begriff Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) zusammengefasst.
CMD bezeichnet Funktionsstörungen des Kausystems, an denen unter anderem Kiefergelenke und Kaumuskulatur beteiligt sein können. Typische Beschwerden sind Schmerzen im Bereich des Kiefers oder der Kaumuskulatur sowie Einschränkungen oder Beschwerden bei der Bewegung des Unterkiefers.
Mögliche Einflussfaktoren
Bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von CMD-Beschwerden können unterschiedliche Faktoren eine Rolle spielen. Dazu gehören beispielsweise:
- Zähneknirschen oder Zähnepressen (Bruxismus)
- Belastungen der Kaumuskulatur
- Veränderungen der Kiefergelenkfunktion
- psychosoziale Faktoren wie Stress
Beschwerden können außerdem gemeinsam mit Kopf-, Gesichts- oder Nackenschmerzen auftreten.
Bei anhaltenden oder ausgeprägten Beschwerden sollte eine zahnärztliche beziehungsweise fachärztliche Abklärung erfolgen.
Osteopathische Behandlung
Im Rahmen einer osteopathischen Untersuchung können bei Patientinnen und Patienten mit Kieferbeschwerden unter anderem Beweglichkeit und Spannungsverhältnisse im Bereich von Kiefer, Halswirbelsäule sowie der angrenzenden Muskulatur und Gewebestrukturen betrachtet werden.
Ergeben sich hierbei funktionelle Auffälligkeiten, können diese abhängig vom individuellen Befund Gegenstand der manuellen Behandlung sein.
Die osteopathische Behandlung ersetzt keine erforderliche zahnärztliche oder medizinische Diagnostik und Behandlung. Die wissenschaftliche Evidenz für osteopathische Verfahren bei CMD ist begrenzt und nicht für alle Behandlungskonzepte hinreichend gesichert.